Taylor’s Biberschwanzagame (Xenagama taylori)

Xenagama taylori, auch bekannt als Taylor’s Biberschwanzagame, ist eine kleine (10-13 cm), tagaktive Echsenart, die in den trockenen Wüstenregionen des Horns von Afrika, insbesondere in Somalia und Äthiopien, beheimatet ist. Sie fällt durch ihren einzigartigen, schildartigen Schwanz auf, der ihr sowohl Schutz als auch Stabilität bietet. Der Schwanz ist flach und mit dicken, stachelartigen Schuppen bedeckt – dieser hilft ihr dabei, sich in den engen Höhlen und Spalten ihres Wüstenlebensraums zu verstecken. Mit ihrem einzigartig geformten Schwanz verkeilen sie den Höhleneingang, wodurch Fressfeinde am Herausziehen gehindert werden. Die matt sandbraune bis leuchtend ziegelrote Hautfarbe dient hervorragend als Tarnung in der trockenen, kargen Umgebung von flachen Halbwüsten, halbtrockenen Savannen mit spärlichem Gras- oder Strauchbewuchs. Männchen zeigen bei Erregung eine leuchtend blaue Kinnfärbung – vor allem während der Paarungszeit.
Tagsüber verbringen Biberschwanzagamen ihre Zeit mit Sonnen und Futtersuche. Sie legen ausgedehnte Höhlensysteme an und entfernen sich nur selten sehr weit vom Eingang ‘ihrer’ Höhle weg. So ist ein, mehr breites als hohes, Terrarium mit Sonnenplätzen und einer hohen Schicht aus grabfähigem Sand sehr wichtig für ihr Wohlbefinden.
Xenagama taylori sind sehr aufmerksame und unterhaltsame Terrarien Bewohner. Trotz ihres eher gedrungenen Körperbaus können sie blitzschnell umher-/ wegrennen. Sie zeigen wenig bis gar keine Scheu und sind, v.a. für einen leckeren Snack immer zu haben – Lästerzungen nennen sie gar «richtige Fressmaschinen». 

Biberschwanzagamen fressen überwiegend Insekten in passender Grösse, zusätzlich mögen sie auch Grünfutter, wie z.B. Löwenzahn, Feldsalat, usw.
In meinem Haushalt wohnen, nebst Reptilien, auch Katzen. Mit denen liefern sich die kleinen Agamen, durch die Glasscheiben getrennt, kampfeslustig und unerschrocken regelrechte Starr-Duelle. Die Taylori’s haben noch nie eines davon verloren…
Die Haltung erfolgt paarweise oder in kleinen Gruppen von einem Männchen mit mehreren Weibchen. Durch ihr streng territoriales Verhalten, kann es allerdings passieren, dass sich die Weibchen unter-/ miteinander auch nicht vertragen. Dann ist eine Abtrennung unumgänglich.

Terrarienhaltung:
Temperatur: 28 - 35°, Lokal bis 45°
Luftfeuchtigkeit: 30 – 50 %
Licht: Spot, LED, UV
Terrarium: 100 x 60 x 60 cm für ein Pärchen