Pterophyllum scalare – Platin Skalar
Skalare stammen aus dem Amazonasgebiet, wo sie sich in Gruppen zwischen Ästen und Totholz aufhalten. Da sie eine beträchtliche Grösse erreichen, benötigen sie Aquarien ab 200 Litern bei tropischen Temperaturen von 24 bis 30 °C.
Gymnocorymbus ternetzi – Weisser Trauermantelsalmler
Im Rio Paraguay und im Guaporé im mittleren Südamerika leben Trauermantelsalmler in Schwärmen bei Temperaturen von 23 bis 28 °C. Für ihre Haltung wird ein Aquarium von mindestens 60 Litern empfohlen, wobei sie in einer Gruppe von mindestens zehn Artgenossen gepflegt werden sollten.
Ancistrus sp. – L144 Snow White
Antennenwelse sind in den Flüssen und Zuflüssen des Amazonasbeckens weit verbreitet. Sie besiedeln stark strukturierte Flussabschnitte mit viel Totholz, das ihnen nicht nur als Versteck, sondern auch als wichtige Nahrungsgrundlage dient. Holz ist daher auch im Aquarium unerlässlich. Als Paar oder in einer Gruppe fühlen sie sich in einem gut strukturierten Aquarium ab 100 Litern bei Temperaturen von 22 bis 28 °C wohl.
Hoplisoma paleatum – Albino Panzerwels
Die Naturform, der marmorierte Panzerwels, stammt aus dem südlichen Südamerika. Dort bewohnt er in lockeren Gruppen langsam fliessende Bäche und Flüsse mit sandigem bis schlammigem Bodengrund. Ein Aquarium ab 100 Litern mit naturnaher Einrichtung, Sandboden, Laub und Versteckmöglichkeiten sowie eher kühlen Temperaturen von 20 bis 24 °C entspricht seinen Bedürfnissen.
Weisse Zierfische
Albino, Snow White, Platin und ähnliche Bezeichnungen stehen für besonders helle Zuchtformen von Zierfischen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Albinoformen und weissen Zuchtformen. Albinos besitzen stets rote Augen, während bei weissen Zuchtformen die Augen natürlich gefärbt sind.
Albinismus ist eine genetische Stoffwechselstörung, bei der die Bildung des Pigments Melanin aufgrund eines Enzymdefekts gestört ist oder vollständig fehlt. Sehr selten treten bei Fischen, wie auch bei anderen Lebewesen, pigmentlose Individuen auf. In freier Wildbahn sind solche Tiere meist nicht überlebensfähig, da ihnen die schützende Pigmentierung fehlt. Im Aquarium hingegen können sie ohne natürliche Feinde überleben und gezielt weitergezüchtet werden. Über mehrere Generationen lässt sich so ein reiner Albino Stamm aufbauen, bei dem alle Nachkommen das entsprechende Gen tragen.
Da es sich beim Albinismus um einen Gendefekt handelt und die Tiere in der Natur nicht überlebensfähig wären, stellt sich die Frage, ob man solche Fische halten und vermehren soll oder darf. Studien an verschiedenen Fischarten zeigen unterschiedliche Ergebnisse. Während manche Albinoformen empfindlicher auf Stress oder starkes Licht reagieren, zeigen andere Arten keine erkennbaren Unterschiede im Verhalten im Vergleich zur Naturform. Ich halte und vermehre meine Welse schon länger und kann gegenüber der Naturform keine Beeinträchtigung feststellen.
Die Zucht weisser Fische ohne roten Augen ist deutlich aufwendiger. Hier werden über viele Generationen hinweg konsequent die jeweils hellsten Exemplare selektiert. Auf diese Weise entsteht schrittweise ein immer heller werdender Zuchtstamm.
Skalare werden seit über 100 Jahren in der Aquaristik gepflegt. Im Laufe der Zeit sind zahlreiche Zuchtformen entstanden, darunter auch die platinweissen Varianten. Eine besondere Geschichte haben die L144 Snow White Antennenwelse. Der ursprüngliche L144 ist goldgelb. Wahrscheinlich gehen alle heutigen Nachkommen auf ein einziges mutiertes Exemplar zurück, das 1992 aus Paraguay importiert wurde. Durch gezielte Zucht mit naturfarbenen Tieren und entsprechende Rückkreuzungen konnte zunächst ein stabiler goldener Stamm aufgebaut werden. Durch weitere Selektion entstanden schliesslich die besonders hellen L144 Snow White.
Viele Fischarten kommunizieren über ihre Färbung. Einige sind sogar in der Lage, Farbmuster rasch zu verändern oder bestimmte Farbmerkmale ein und auszuschalten. Skalare beispielsweise kommunizieren stark über die in der Naturform vorhandenen senkrechten Streifen. Bei vielen Zuchtformen sind diese Merkmale teilweise oder vollständig verloren gegangen, was gegenüber der Naturform einen Nachteil bedeuten kann. Dennoch ist eine gemeinsame Zucht von Natur und Zuchtformen grundsätzlich möglich.
Weisse Zierfische im Aquarium






