Poecilia reticulata (Venezuela)
Ursprünglich stammen Guppys aus dem nördlichen Teil Südamerikas, sowie Süßwassergewässern einiger karibischer Inseln. Entdeckt wurde der Fisch erstmals von Robert John Lechmere Guppy, wodurch auch der Name entstanden ist.
Guppys sind lebendgebärend. Das heißt, dass sie nicht ablaichen, sondern stattdessen voll entwickelte Jungfische gebären. Oft wird angenommen, dass Guppys keine Eier produzieren. Dies ist jedoch grundlegend falsch. Bei Lebendgebärenden Zahnkarpfen reifen die Eier im Körper des Weibchens. Die voll-entwickelten Jungfische schlüpfen dort und gelangen über einen Gebärkanal ins Wasser.
Eine weitere Besonderheit von Guppys ist, dass Guppy Weibchen Spermien speichern können.
Sie können also durch nur eine Spermienübertragung mehrmals schwanger werden.
Schon mit 4 - 6 Wochen sind Guppy Weibchen geschlechtsreif. Ein Guppy Weibchen kann in seinem Leben über 1000 Jungfische zur Welt bringen.
Aus der Wildform des Guppys sind vielfältige Zuchtformen entstanden. Sowohl professionelle Züchter als auch Hobbyzüchter beschäftigen sich seit vielen Jahrzehnten mit dem Guppy, und gibt es eine überwältigende Fülle an Farben, Mustern und Formen. Regelmäßig kommen neue Farbformen hinzu. Für die Zucht von so genannten Guppystämmen gibt es internationale Regeln, die die verschiedenen Zuchtformen beschreiben. Die Stämme werden nach der Flossenform in verschiedene Guppy-Arten eingeteilt.
Neben den unterschiedlichen Flossenformen werden auch die verschiedenen Grund- und Deckfarben unterschieden.
Der festgelegte Standard der Guppyzüchter IHS lässt 13 verschiedene Formen zu. Zuchtziele sind vor allem die Form der Rücken- und Schwanzflosse und eine ansprechende Färbung, aber auch Vitalität und Fruchtbarkeit der Tiere dürfen nicht vernachlässigt werden.
Herkunft: Zuchtformen aus dem Aquarium
Lebensweise: in grösseren Gruppen
Wasser: 19 – 29 °C, mittelhartes Wasser
Besonderes: Diese Zuchtformen leben nur in Aquarien
Futter: Sie fressen Insekten, Plankton, Algen, Detritus; Im Aquarium gerne auch Kunstfutter
Foliensatz über die Guppy-Zucht, Vereinsabend der Aquaria St. Gallen im November 2015 >hier
junge Antennenwelse (Ancistrus sp.)
Kaum eine Gattung der Harnischwelse, oft auch als L-Welse bezeichnet, ist aquaristisch so verbreitet und bedeutend, wie Ancistrus. Praktisch jedes Aquarium beherbergt ein paar dieser problemlosen Tiere, die als Scheibenputzer hervorragende Dienste leisten, dazu skurril aussehen und andere Fische kaum stören. Wenn es aber um die Identifizierung geht – oje! 76 Arten sind wissenschaftlich akzeptiert, aber es gibt noch viel, viel mehr. Selbst Spezialisten können einen Ancistrus ohne exakte Herkunftsangabe oft nicht so ohne weiteres bestimmen.
Zuchtformen von Guppys




