Ivanacara bimaculata (Zweipunkt-Buntbarsch)
Diese Buntbarsch wurde bereits 1912 unter der Bezeichnung Nannacara bimaculata wissenschaftlich benannt und abgebildet. Im Hobby blieb er jedoch ein Phantom. Das Verbreitungsgebiet in Guyana (Potaro-River) gilt als eines der am schwierigsten zu bereisenden Gebiete Südamerikas. Erst 1997 konnte Frans Vermeulen zusammen mit Wim Suikers einige Exemplare sammeln und in die Niederlande mitbringen. Dabei zeigte sich, dass die Art im Verhalten und Aussehen große Ähnlichkeit zu dem damals noch in der Gattung Nannacara geführten I. adoketa hat. Konsequenterweise erfolgte dann auch die Eingliederung der Art zur 2006 beschriebenen Gattung Ivanacara.
Bis zum heutigen Tag ist dieser Fisch eine Top-Rarität geblieben, denn die Nachzucht ist ähnlich anspruchsvoll wie bei I. adoketa (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/ivanacara-adoketa-nannacara-a/). Alles, was zu I. adoketa gesagt wurde, gilt im Großen und Ganzen auch für I. bimaculata, weshalb wir an dieser Stelle auf den entsprechenden Eintrag verweisen.
Apistogramma lineata
Apistogramma ist eine Gattung kleiner, südamerikanischer Buntbarsche, die vom Orinoko, den Guyanas über das Amazonasbecken bis zu den Stromgebieten von Río Paraguay und Río Paraná vorkommt. Apistogramma-Arten werden häufig als Zierfische gehalten. Der Gattungsname Apistogramma setzt sich wie folgt zusammen: Apisto bedeutet im griechischen so viel wie „unzuverlässig“ und bezieht sich auf die Seitenlinie bzw. das Längsband an den Körperseiten (gramma). Der Gattungsname bedeutet also in etwa so viel, wie „mit unzuverlässiger Seitenlinie“.
https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/apistogramma-trifasciata/
https://www.tomc.no/fish.aspx?fishIndexID=2527&gruppeID=1
Hyphessobrycon peugeotorum ( = H. peugeoti) (Salmler)
Es ist schon erstaunlich, wieviele neue, attraktive Salmlerarten in jüngster Zeit neu entdeckt wurden! Unter ihnen ist Hyphessobrycon peugeotorum, der erst 2013 unter dem Namen H. peugeoti wissenschaftlich beschrieben wurde. Er stammt aus dem brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso (mittlerer Einzug des Rio Juruena, oberes Becken des Rio Tapajós). Der ungewöhnliche Artname bezieht sich nicht auf die französischen Autobauer, sondern (Zitat, übersetzt aus dem Englischen): „Hyphessobrycon peugeoti ist das Patronym der Familie Peugeot, die 1842 den Peugeot-Pfeffermühlenmechanismus erfand und deren Produktionsbetrieb zur Einrichtung eines Aufforstungsprojekts in der Fazenda São Nicolau in Zentralbrasilien und schließlich zur Entdeckung dieser neuen Art führte.“ Nach denn Regeln der zoologischen Namensgebung muss in diesem Fall (Benennung nach mehreren Personen, nicht nach einer einzelnen Person) der lateinische Genetiv plural für den Artnamen gewählt werden – also die Wortendung -orum – und nicht, wie geschehen, der lateinische Genetiv singular, der auf -i endet.
https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/hyphessobrycon-peugeotorum-h-peugeoti/
Inpaichthys parauapiranga (Purpurstreifen-Königssalmler)
Der Purpurstreifen-Königssalmler ist ein attraktiver Salmler aus Brasilien und gehört zur gleichen Gattung wie der bekannte Inpaichthys luizae. Charakteristisch ist der deutlich sichtbare purpur- bis rötlich schimmernde Längsstreifen, der sich je nach Stimmung und Beleuchtung unterschiedlich intensiv zeigt.
In seinem natürlichen Lebensraum bewohnt Inpaichthys parauapiranga ruhige, pflanzenreiche Gewässer mit weichem, leicht saurem Wasser. Diese Bedingungen lassen sich im Aquarium gut nachbilden und fördern sowohl das Wohlbefinden als auch die Farbentwicklung der Tiere.
Der Purpurstreifen-Königssalmler ist ein friedlicher Schwarmfisch, der unbedingt in Gruppen von mindestens 8–10 Tieren gehalten werden sollte. In der Gruppe zeigen die Fische ein harmonisches, ruhiges Schwimmverhalten und nutzen überwiegend die mittlere Wasserzone.
https://www.zierfische.de/purpurstreifen-koenigssalmler-inpaichthys-parauapiranga
Weitere Infos unter: https://arbeitskreis-zwergcichliden.de/



